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Tag Archives: Mann

Am I a pervert? Sexistische Werbung muss bleiben

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Sexistische Werbung soll verboten werden. Soso. Was ist das denn? Es gibt saudumme Werbung, wo sowohl Mann als auch Frau saublöd wegkommen. Manches ist geschmacklos. Aber wann ist eine Werbung sexistisch?

Ist es der Werbespot von AXE, zu finden unter anderem hier: Axe Werbespot von 2011

???

Während Du darüber nachdenkst, wie Du ihn findest, schreibe ich unserem Justizminister.

Lieber Heiko Maas,

vergnüge Dich mit Deiner Schauspielerin, ich brauche Deine Hilfe nicht! Ich bin durchaus eine Feministin. Ich weiß, dass es Millionen von Frauen auf dieser Welt erbärmlich geht, weil sie unterdrückt werden. Ich weiß, dass es uns Frauen in Deutschland gut geht, weil starke Menschen für uns gekämpft haben. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich bin verärgert, wenn ich eine Ungleichbehandlung von Männern und Frauen sehe, auch in Deutschland, die ich für nicht gerechtfertigt halte.

Aber Werbung? Fallen wir zurück in die prüden Jahre? Wo Frauen in der Realität und in der Werbung nur hinter dem Herd und vor dem Wickeltisch anzutreffen waren? Das finde ich sexistisch. Und traurig ist auch, dass auch heute noch hauptsächlich die Frauen die Hausarbeit erledigen, oft neben Arbeit und Kind. Dankeschön.

Ein schönes Produkt mit einem heißen Mann oder einer heißen Frau zu bewerben? Klar, ich bin dabei!

Deine

Juliette

 

Und den Axe-Werbespot finde ich geil. Himmlisch geil. Denn Frauen sind nun mal sexy, haben Lust und tragen keinen Heiligenschein. Weg mit der Doppelmoral, weg mit dem Heiligenschein. Danke, Axe.

I am not a pervert, I am a grown-up woman.

 

 

 

Schöne Verhältnisse!

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Meine Moral ist dehnbar. Oder anders, sie ist veränderbar. Mit 15 träumte ich von Liebe. Zwischen 20 und 34 probierte ich aus, was auf dem Gebiet des Techtelmechtels zu probieren war. Meine Vorstellung: Moralisch ist, wer ehrlich ist. Jeder darf mit jedem, aber keiner darf lügen. Als Mutter dann wieder konservativer.

Doch irgendwie gilt: Sind die Kinder da, ist der Sex weg. Gestern treffe ich einen Mann im Café, der mir der Hof macht. Er hat eine Frau und zwei fast erwachsene Töchter. Er wirkt nett, anständig. Er hat Holzfällerhände. Ich finde ihn „chemisch“ uninterssant. Aber ich möchte nicht unhöflich sein und trinke einen Kaffee mit ihm. Auf meine Frage hin erzählt er mir von seinen letzten drei Parallelfreundinnen (Zweitfrauen nenne ich das). Ob seine Frau davon wisse? Nein, keinesfalls (Glaube ich natürlich nicht, Frauen spüren das) Seit 15 Jahren nicht. Er liebe sie, aber die gemeinsame Sexualität sei mit den Kindern erloschen. Bei ihr. Er würde ja gerne. Mal ehrlich: Schöner wäre es wohl, sie wollte wollen oder er könnte offener sein, aber wer will denn richten? Jeder muss sich mit seinem Leben engagieren. Und es gibt nicht die eine Wunscherfüllungsbeziehung, den Menschen für alles.

Die Erziehung des Mannes

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Manche segeln, manche stricken Mützen, manche können Kite surfen, Torten backen und andere wunderbar singen. Ich habe zwei ganz große Talente: Lesen und Fernsehserien gucken.

Daher mein aktueller Buchtipp:  Die Erziehung des Mannes.

Ich habe in den letzten Monaten viele „Männerromane“, gelangweilt aus der Hand gelegt, vor allem die narzisstisch geprägten Bücher von Knausgard. Kumpfmüllers Roman „Die Erziehung des Mannes“ habe ich an zwei Abenden eingesaugt. Ich finde nicht, dass die Hauptfigur symptomatisch für Männer eines bestimmten Jahrganges steht, aber sie deckt sich mit einem Männertyp, den ich kenne. Zunächst dachte ich, hey, hier kriegt ja der Mann jede Menge Fett weg, bis dann das Drama mit Jule ausgebreitet wird und ich fast schockiert dachte: „Ja, so können Frauen sein. Genau so.“ Nun wäre es natürlich wunderbar, die Geschichte mal aus Jules Sicht zu hören… Der lieblose Vater hat aus seinem Sohn ein auf Liebe hoffendes Weichei gemacht, das dann so weich doch wieder nicht ist, denn das Buch endet versöhnlich und er, der Mann, geht eigentlich letztlich aus allen Konflikten gestärkt hervor. Was mir an diesem Männertyp gefällt ist, dass er seine Kinder im Blick behält. Mitten aus dem Leben. Besser kann man es nicht treffen.

Die Erziehung des Mannes